Haus der Geschichte in Bonn und Zeitgeschichtliche Forum Leipzig
Aktuelle Angebote zur Vor- und Nachbereitung des Museumsbesuchs
Begleitungen, Studientage, Hintergrundgespräche, Projekttage
Neben kostenlosen Begleitungen für Schulklassen (auch in sieben Fremdsprachen) bieten beide Museen Studientage für Lehrende an, zu denen sich Lehrergruppen, zumeist Fachleiter Geschichte, Politik und Sozialkunde einer Schule, auf eigene Initiative anmelden. Sie sprechen ihre Programmwünsche individuell mit der Museumspädagogik ab. Zahlreiche Lehrerkollegien und Referendargruppen nutzen zudem seit Jahren Hintergrundgespräche über museumspädagogische und ausstellungsdidaktische Fragestellungen zur Vertiefung ihrer Rundgänge durch die Ausstellungen.
Die Museumspädagogik in beiden Museen berät und unterstützt Lehrerinnen und Lehrer bei Planung und Durchführung der Projekttage. Die Informationszentren und die Bibliothek zur Geschichte der DDR, die beide zur Stiftung gehören, sind dabei Kooperationspartner, um z.B. einen Handapparat zum Projektschwerpunkt zusammen- und Arbeitsplätze in den Leseräumen bereitzustellen. Viele Schulen nutzen die beiden Museen ganztags im Rahmen von Studientagen auch zur Vorbereitung von Abiturprüfungen. Veranstaltungen zu deutsch-deutschen Begegnungen vertieften die Zusammenarbeit zwischen Bonn und Leipzig. Mehrfach fanden in den letzten Jahren Examensprüfungen für das Zweite Staatsexamen für das Lehramt an weiterführenden Schulen im Bonner Museum statt - stets mit sehr guten Erfolgen für die Kandidatinnen und Kandidaten.
Eine Zusammenarbeit mit dem National Museum of American History (NMAH) in Washington D.C. begann Ende 2004. In beiden Museen arbeiten Teen Groups zusammen mit der Museumspädagogik an der Optimierung von ansprechenden Jugendangeboten in den Museen. Die Teilnehmer der Teen Group im Haus der Geschichte kommen zumeist aus Schulen mit bilingualem Geschichtsunterricht.
Materialien zur Vor- und Nachbereitung sowie für den Unterricht im Museum
Angebote unter www.hdg.de . Die Angebote des Zeitgeschichtlichen Forums in Leipzig sind dort ebenfalls zu finden. Sie entsprechen konzeptionell dem Angebot in Bonn.
Materialien zur Vorbereitung von Unterricht im Museum
Vier farbige Hefte zu den Themen „Gegenwärtige Vergangenheit", „Alltagsleben", „Wirtschaftsgeschichte", „Kunst und Kultur" enthalten Lagepläne zu ausgewählten Objekten, Synopsen mit Fragen und Impulsen, Abbildungen der Objekte mit ihren Ausstellungstexten. Ein Beispiel zeigt jeweils die lupenartige Erweiterung und Vertiefung eines Themenbereichs und Möglichkeiten der Zugriffsweise für Unterricht im Museum. Die Schwarz-Weiß-Version steht im Internet als pdf-Datei zur Verfügung.
Erlebnis Geschichte: In der Begleitpublikation zur Dauerausstellung wird die Geschichte Deutschlands vom Zweiten Weltkrieg bis m die Gegenwart lebendig. Die umfassende Darstellung und über 300 größtenteils farbige Fotos fügen sich zusammen zu einem eindrucksvollen Panorama der Zeit seit Ende des Zweiten Weltkriegs bis heute.
Begleiter durch die Ausstellung: Der handliche Kurzführer schafft Übersicht über die verschiedenen Ausstellungsbereiche und enthält Hinweise zu den zahlreichen vertiefenden Informationen in der Ausstellung.
Die Materialien sind mit dem Freya-Stephan-Kühn-Medienpreis 2001 des Geschichtslehrerverbandes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet worden.
Internet-Angebote unter www.hdg.de
Virtuelle Ausstellungen:
Das Internet erweitert das Objektangebot des Hauses virtuell, wie zum Beispiel die Ausstellungen „Geteilt - vereint" (Karikaturen, 1945 bis heute und Filmplakate 1945 bis heute).
Lebendiges Museum Online (LeMO):
Die Verknüpfung von 3D-Ammationen sowie Film- und Tondokumenten mit musealen Objektbeständen und Informationstexten aus dem Haus der Geschichte in Kooperation mit dem Deutschen Historischen Museum Berlin und dem Ernst Klett Schulbuchverlag bietet mit seinem virtuellen Gang durch das 20. Jahrhundert ein lebendiges Bild deutscher Geschichte.
Datenbank: Suche in den Sammlungen (SINT): Eine Suchmaschine ermöglicht die gezielte Recherche nach Objekten aus den Sammlungen des Hauses der Geschichte. Abbildungen und Texte können m den meisten Fällen ausgedruckt und z.B. bei Facharbeiten verwendet werden.
Kreuzworträtsel im Internetauftritt „Netzwerk Mediatheken":
„Die Entstehung zweier deutscher Staaten" wird vor allem anhand von Tondokumenten nachvollzogen. Das Rätsel steht als pdf-Datei (1,2 MB) zur Verfügung.
Weg der Demokratie:
18 Bildtafeln, aufgestellt im Bundesviertel Bonn und virtuell abrufbar, informieren, wo politisches Geschehen stattfand und wie die Gebäude heute genutzt werden.
„Schulen ans Netz": zwei Unterrichtsmodule zum Thema der Wechselausstellung "Rock! Jugend und Musik m Deutschland" anlässlich der gleichnamigen Wechselausstellung (bis 17. April in Leipzig, 25. Mai bis 15. Oktober 2006 in Bonn).
Materialien für den Unterricht im Museum
Wegweiser:
Die Übersichtspläne informieren über die wichtigsten Themen der Ausstellungsbereiche zur Geschichte Deutschlands seit dem Zweiten Weltkrieg bis heute.
Mitmach-Programme:
„Geschichte gemeinsam selbst entdecken" ermöglichen 16-bis 20-seitige bebilderte Hefte. Sie führen zu Stationen in der Ausstellung, an denen Fragen und Denkanstöße erarbeitet werden können.
Ausstellungstexte in Fremdsprachen:
Die Texte liegen als kleine Textbücher in Englisch und Französisch am Infoschalter bereit.
Begleiter für Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer: Das handliche Ringbuch hilft auch Schülerinnen und Schülern im Rollstuhl, sich die Ausstellung als Ganzes selbstständig zu erschließen.
Beide, Museum und Schule, dienen der Bildung. Die Erfahrung in den Museen der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik hat gezeigt, dass das Museum als außerschulischer Lernort mit seinen Ausstellungen nicht nur die Gegenstände des Geschichtsunterrichts im engeren Sinne veranschaulichen kann. Vielmehr erweitern die Ausstellungen die Sicht der Schülerinnen und Schüler auf größere thematische Zusammenhänge, führen hin zu selbstständigem Lernen und bieten zugleich exemplarische Vertiefungen und Aktualität an, die ein Schulbuch und andere Medien im Unterricht in dieser Form nicht leisten können.