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Lebendige Vergangenheit

„Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V.“ stellt sich vor

 

 

Der Anstoß zur Gründung der Vereinigung Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. ging 1993 von Bürgerinnen und Bürgern aus, die während der nationalsozialistischen Diktatur oder unter dem kommunistischen Regime in der DDR verfolgt wurden. Zu den Gründern des überparteilichen Zusammenschlusses und den Vorstandsmitgliedern gehören außerdem Politiker, Wissenschaftler, Pädagogen, Gewerkschafter, Journalisten und Leiter von Gedenkstätten. Alarmiert von rechtsextremistischen Gewalttaten, wollten sie die Erinnerung an die Vergangenheit lebendig halten und auf diese Weise antidemokratischen Tendenzen entgegenwirken.

 

Gründungsvorsitzender war Dr. Hans-Jochen Vogel (1993-2000), ihm folgte Dr. h.c. Hans Koschnick (2000-2003). Vorsitzender der bundesweiten, als gemeinnützig anerkannten Vereinigung mit über 2.300 Mitgliedern ist heute Dr. h.c. Joachim Gauck. Ihn unterstützen als stellvertretende Vorsitzende Cornelia Schmalz-Jacobsen, Dr. Dr. h.c. Hanna-Renate Laurien und Prof. Dr. Bernd Faulenbach.

 

Gegen Vergessen

 

Breite politische und öffentliche Anerkennung erwarb sich Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. durch die Beteiligung von Persönlichkeiten des Vorstands am Diskurs zu gesellschafts- und geschichtspolitisch relevanten Themen. Sie engagierten sich beispielsweise in den Verhandlungen um die Entschädigung für ehemalige Zwangsarbeiter oder in der Debatte um das SED-Unrechtsbereinigungsgesetz. Die Auseinandersetzung mit beiden deutschen Diktaturen ist bis heute ein wesentlicher Bestandteil der Aktivitäten. Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. arbeitet eng mit den zahlreichen Gedenkstätten zum Nationalsozialismus und zur SED-Diktatur zusammen und unterstützt Initiativen zum Erhalt bestehender und zur Einrichtung neuer Gedenkstätten als Orte des politischen und historischen Lernens. In insgesamt 26 regionalen Arbeitsgruppen führt die Vereinigung jährlich über 200 Veranstaltungen und Projekte auf lokaler Ebene durch, darunter Ausstellungen, Zeitzeugengespräche, Seminare, Filmvorführungen und Workshops.

 

Besonders interessant für Pädagogen ist das Projekt „Kinder über den Holocaust", dessen Ziel es ist, in Kooperation mit dem Jüdischen Historischen Institut in Warschau und dem Zentrum für Lehrerbildung und Schulforschung der Universität Leipzig bisher unveröffentlichte Lebensberichte jüdischer Kinder in einer Quellenedition und einer pädagogischen Handreichung für den Unterricht in Deutschland und Polen nutzbar zu machen.

 

Für Demokratie

 

Seit ihrer Gründung tritt die Vereinigung entschieden rechtsextremistischen, antisemitischen und fremdenfeindlichen Tendenzen entgegen, unterstützt insbesondere Jugendinitiativen für Demokratie und Toleranz und klärt über aktuellen Rechtsextremismus auf. Ab 2001 hat Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. ein spezifisches Profil zur Förderung zivilgesellschaftlicher Strukturen im Rahmen von Modellprogrammen entwickelt. Die Vereinigung ist Träger des Projekts „Forum Demokratie und Zivilgesellschaft", das u.a. mit einer Fortbildungsreihe „Antidiskriminierungsarbeit in der Schule" Lehramtsstudierenden und Lehrkräften praxisorientierte und taugliche Handreichungen für ein antirassistisches Handlungskonzept an der Schule vermittelt. Außerdem wird zivilgesellschaftlichen Initiativen Gehör und Akzeptanz verschafft, indem sie in Fachgesprächen mit Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft zusammengebracht werden. Mit einer jährlichen Auszeichnung würdigt die Vereinigung Einzelpersonen, Initiativen und Projekte, die sich in herausragender Weise „gegen Vergessen" und „für Demokratie" eingesetzt haben.

 

Gegen Vergessen - Für Demokratie e. V.

Stauffenbergstr. 13-14

10785 Berlin

Tel. 030/2639 78-3

Fax 030/2639 78-40

info@gegen-vergessen.de

www.gegen-vergessen.de

 

 



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