Die Landschaften, in denen van Gogh lebte, haben ihn und seine Kunst zutiefst geprägt. Die Ausstellung macht die Kontinuität seiner künstlerischen Suche zum ersten Mal ausschliesslich an Hand der Landschaftsgemälde sichtbar. So lässt sich nachvollziehen, wie die erdigen Töne des holländischen Frühwerks in Paris nach der Begegnung mit der französischen Gegenwartskunst allmählich einer lichten und farbbetonten Malweise Platz machten, bis van Gogh in Arles zu intensiv gesteigerten Farbklängen und Pinselrhythmen findet. In Saint-Rémy erreichen seine Werke schliesslich ein höchstes Mass an Gespanntheit, alle Elemente der Landschaft erscheinen von einer Art innerer Erregung erfasst. Sein letzter Lebensabschnitt in Auvers steht noch einmal für einen künstlerischen Neubeginn. In kühleren, gebrocheneren Tönen legt van Gogh einen mehrteiligen Zyklus breiter Panoramaformate an, die der nordfranzösischen Land-schaft gewidmet sind.
Die erstmalige übergreifende Präsentation von van Goghs Landschaften macht es möglich aufzuzeigen, in welchen Werkzusammenhängen der Künstler dachte. Sein ursprünglich thematisches Interesse am Zyklischen in der Natur übertrug er auf das Prinzip von Werkserien und -zyklen. Ausschnittsweise werden diese Zyklen und werkübergreifenden Formen, mit denen van Gogh experimentierte, in der Ausstellung rekonstruiert. Mit den Auftritten des Sämanns und des Schnitters, mit Themen wie der Obstblüte und der Kornernte betont er den Kreislauf der sich stets erneuernden Naturkräfte.
In allen Perioden seiner kurzen Schaffenszeit feierte van Gogh in seinen Werken die Einzigartigkeit und Schönheit der Schöpfung. Die Ausstellung zeigt das gesamte Panorama von van Goghs Welt: Dorf- und Stadtlandschaften, Gärten, Parks, Felder, Olivenhaine oder auch Weinberge. Die Ausstellung dokumentiert seine intensive Verbundenheit mit der Natur anhand von vielen herausragenden Werken.
Der im Hatje Cantz Verlag erschienene, opulent bebilderte Begleitband zur Van-Gogh-Ausstellung zeigt die mit einer überwältigenden schöpferischen Energie gemalten Landschaften des Künstlers. Der durchgehend farbig bebilderte Band gibt erstmals einen umfassenden Überblick über van Gogh als Landschaftsmaler. Aufsätze namhafter Kunsthistoriker und Van-Gogh-Spezialisten erschließen diesen wichtigen Aspekt seines Œuvres. In allen Perioden seiner kurzen Lebens- und Schaffenszeit stand er unter dem Bann der Schöpfung; mit Motiven wie dem Sämann, der Obstblüte, der Kornernte oder dem Schnitter beschrieb er den Kreislauf der sich immer wieder erneuernden Naturkräfte.
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Vincent Van Gogh Zwischen Erde und Himmel. Die Landschaften Hrsg. Kunstmuseum Basel, Text von Carel Blotkamp, Gottfried Boehm, Laura Coyle, Walter Feilchenfeldt, Bernhard Mendes Bürgi, Seraina Werthemann, Nina Zimmer Hatje Cantz Verlag 2009 312 Seiten, 187 Abb., davon 164 farbig 24,80 x 30,60 cm gebunden mit Schutzumschlag ISBN 978-3-7757-2302-2 Preis: 39,80 Euro |