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Ursprünge der Seidenstraße

Sensationelle Neufunde aus Xinjiang, China

 

Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim (rem) in Zusammenarbeit mit dem Martin-Gropius-Bau, der Eurasien-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) und dem Heritage Bureau der Uigurischen Autonomen Region Xinjiang der Volksrepublik China

Berlin und Mannheim

 

13. Oktober 2007 bis 01. Juni 2008

 

Erstmalig außerhalb Asiens präsentiert die Schau „Ursprünge der Seidenstraße“ archäologische Highlights aus der chinesischen Autonomen Region Xinjiang. Vom 9. Februar 2008 bis 1. Juni 2008 zeigen die Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim 190 originale Ausgrabungsfunde im Museum Weltkulturen D5. Der ungewöhnlich gute Erhaltungszustand insbesondere der organischen Fundstücke überrascht und begeistert zugleich. Er ist auf die klimatischen Bedingungen in der Taklamakan-Wüste zurückzuführen. In einzigartigen Textilien, Schmuckstücke, Werkzeugen, Gegenständen des täglichen Lebens und sogar in Speiseresten spiegelt sich die optische Präsenz der Vergangenheit wider. So geben uns die bis zu 4000 Jahre alte Relikte längst vergangener Kulturen heute erstaunliche Einblicke in die Lebenswelt der frühen Menschen, die sich zwischen der Taklamakan-Wüste, dem Lop-Nur-See und dem Tianshan-Massiv aufhielten.

 

Ein Rundgang führt den Ausstellungsbesucher von Fundort zu Fundort auf die Spuren bisher völlig unbekannter Kulturen, die sich von ca. 2000 v. Chr. bis ca. 500 n. Chr. in Xinjiang aufhielten. Laut neuesten Forschungen war diese Region schon früh ein Kreuzpunkt der Kulturen. Den Besucher erwarten überraschende Funde, darunter eine lebensgroße mit Luchshaut überzogene Holzpuppe, prächtige Textilien, Kurioses wie langnasige Holzmasken, der Fund aus einem Musikergrab oder auch Anrührendes wie die Mumie eines wenige Monate alten Babys, das liebevoll in weichen Wollstoff gebettet wurde.  Mit der Schau „Ursprünge der Seidenstraße“ ermöglichen die rem einer breiten Öffentlichkeit den Zugang zu neuesten archäologischen Forschungsthemen, die viele Geheimnisse in sich bergen.

 

In beispielhafter Zusammenarbeit haben die Reiss-Engelhorn-Museen die Ausstellung „Ursprünge der Seidenstraße“ mit dem Archäologischen Institut Xinjiang, dem Museum der Uigurischen Autonomen Region Xinjiang und dem Cultural Heritage Bureau der Uigurischen Autonomen Region Xinjiang sowie der Eurasienabteilung des Deutschen Archäologischen Instituts konzipiert. Die unmittelbare Kooperation der rem mit Forschungsinstitutionen und Denkmalschutzbehörden Xinjiangs garantiert die wissenschaftliche Qualität der Ausstellung.

 

Alle 190 Exponate stammen aus archäologischen Fundzusammenhängen, die die Echtheit der präsentierten Funde belegen. Zur Ausstellung ist ein gleichnamiger Begleitkatalog erschienen. Das vielfältige Rahmenprogramm bietet spannendes Hintergrundwissen zum Ausstellungsthema für Groß und Klein. Eine Audioführung vermittelt Wissenswertes zu ausgewählten Exponaten in der Ausstellung für Erwachsene in englischer und deutscher Sprache. Für Kinder steht eine altersgerechte Audioführung in deutscher Sprache zur Verfügung.  

 

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Außenministers der Volksrepublik China, Yang Jiechi, und des Außenministers der Bundesrepublik Deutschland, Frank-Walter Steinmeier.

 



Mit freundlicher Unterstützung durch

Cologne Digital Medienproduktion GmbH

Katalog



Wieczorek, Alfried/

Lind, Christoph (Hrsg.):
Ursprünge der Seidenstraße.
Sensationelle Neufunde aus Xinjiang, China

Theiss Verlag, Stuttgart 2007


320 Seiten mit rund 300 farbigen Abbildungen.

24 x 28 cm. Gebunden mit Schutzumschlag.

ISBN 978-3-8062-2160-2 34,90 Euro

 

Pressestimmen zum Katalog:

 

„Den Ursprüngen des Wegenetzes im staubigen Herzen der uigurischen Provinz Provinz Xinjiang im äußersten Westen Chinas widmet sich eine Ausstellung im Berliner Martin-Gropius-Bau. Die Berliner Ausstellung, unterstützt von einem exzellenten Begleitkatalog, will diese Zeiten sichtbar machen, soweit es die aktuellen Ausgrabungen und Funde erlauben.“
(Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)

„In Xinjiang, der nordwestlichen Provinz Chinas, stießen Archäologen erst in den vergangenen Jahren auf Goldmasken, Bootsärge und kostbare Textilien. Als Weltpremiere werden fast 200 außerordentlich gut erhaltene Funde im Berliner Gropius-Bau präsentiert.“
(Focus)


„Das Bild erinnert an den Film „Shogun" von 1980. Es ist eine der zahlreichen Sensationen, die in der Ausstellung „Ursprünge der Seidenstraße" erstmals außerhalb Chinas zu sehen sind. Mehr noch: Bei den rund 190 Objekten handelt es sich um Neufunde, die erst in den vergangenen Jahrzehnten bei Grabungen am Rande der Wüste Taklamakan im äußersten Westen Chinas ans Licht kamen und unser Bild von der legendären Seidenstraße nachhaltig verändert haben."
(Die Welt)

"Der Band liefert einen überraschend neuen Blick auf ein alt bekanntes Thema."
(Westfälische Nachrichten)