„Geschichte für heute“ zu erforschen und zu vermitteln, das ist eine Aufgabe, der Historikerinnen und Historiker an den Universitäten ebenso wie an den Schulen seit jeher verpflichtet sind. Diese Aufgabe wird nun in dem Titel dieser neuen Zeitschrift aufgenommen, mit der sich der Verband der Geschichtslehrer Deutschlands mehr Gehör in der Öffentlichkeit und ein stärkeres Gewicht in der tagesaktuellen bildungspolitischen Debatte verschaffen möchte. Die programmatische Betonung eines solchen Anliegens mag auf den ersten Blick verwundern in einer Zeit, in der die Ergebnisse der Geschichtswissenschaft in der Öffentlichkeit eine zuvor so nie gegebene Aufmerksamkeit finden. Gleichwohl bedarf es dieser Zeitschrift als Sprachrohr für die Belange des Faches Geschichte mehr denn je. Stehen doch der großen öffentlichen Wahrnehmung die Veränderungen oft diametral entgegen, die infolge von tiefgreifenden Neustrukturierungen der Studiengänge und der Lehrerausbildung an den Hochschulen und von Kürzungen der Stundentafeln an den Schulen nicht nur die erforderliche fachliche Breite der Ausbildung, sondern sogar die Stellung des Gesamtfaches gefährden. Hier gilt es gemeinsam die Stimme zu erheben. Daher begrüßt der Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands die Gründung dieser neuen Zeitschrift ausdrücklich. Die bewährte enge Zusammenarbeit zwischen dem Geschichtslehrer- und dem Historikerverband wird sich künftighin auch auf die Gestaltung dieser Zeitschrift erstrecken, die sich der tatkräftigen Unterstützung auch durch die Historikerinnen und Historiker an den Hochschulen sicher sein darf. Ich wünsche geschichte für heute eine erfolgreiche Zukunft.
Prof. Dr. Peter Funke
Vorsitzender des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands