Verband der Geschichtslehrer Deutschlands e.V.
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Deutsch-deutsche Nachkriegsgeschichte

 

Im Jahre 2004 hat der Bundesverband in Kooperation mit renommierten Institutionen mehrere Veranstaltungen durchgeführt, über die im nächsten Heft zu berichten sein wird. Zum Abgabetermin für diese Nummer macht neben der AG „Geschichte des Judentums in Deutschland", über die im Zusammenhang mit einer Veranstaltung später zu informieren sein wird, vor allem die AG „Deutsch-deutsche Geschichte nach dem Zweiten Weltkrieg", kurz „Deutschland-AG" genannt, die meisten Fortschritte. Über sie soll in dieser Ausgabe berichtet werden.

Die AG, bis 2005 gesponsert von der Robert-Bosch-Stiftung in Stuttgart, hat seit März 2003 sechs Sitzungen abgehalten, ferner zwei zusätzliche der Didaktiker, die gegenüber den Wissenschaftlern in ihren Überlegungen und Entwürfen etwas in Rückstand geraten waren. Die AG besteht, verstärkt durch Schulpraktiker und Didaktiker, inzwischen aus 16 Personen, d. h. aus fünf Wissenschaftlern, acht Lehrern und Didaktikern sowie drei Angehörigen anderer wissenschaftlicher Institutionen. Dies sind die Birthler-Behörde, die Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und die Bundeszentrale für politische Bildung. Die Hauptarbeit wird wissenschaftlich geleistet vom Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam und von unterrichtlicher Seite von unserem Verband. Alle Teilnehmer sind sehr interessiert an der Entwicklung eines wissenschaftlichen und im gleichen Atemzuge didaktischen Neuansatzes zur Betrachtung der deutsch-deutschen Geschichte unter dem Aspekt asymmetrischer Verflochtenheit und daher entsprechend engagiert bei der Arbeit. Eine ganze Reihe von Ausarbeitungen liegen bereits vor.

Die AG hat ihre für die Jahre 2003 bis 2005 terminierte Arbeit in vier Phasen gegliedert:

Flankierend zu dieser Arbeit ist die AG bestrebt, den Neuansatz öffentlichkeitswirksam zu verbreiten. Dazu ist mit der derzeitigen Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Frau Doris Ahnen aus Rheinland-Pfalz, bereits Kontakt aufgenommen worden. Sie unterstützt das Konzept ausdrücklich, sodass bereits Gespräche in ihrem Haus bezüglich konkreter Maßnahmen geführt werden konnten. Eine weitere öffentlichkeitswirksame Maßnahme besteht darin, dass es dank dem Vorsitzenden, Herrn Leitenden Ministerialrat Hegen aus Thüringen, gelang, in der im Entstehen begriffenen Neufassung der EPA eine Beispielaufgabe zur deutsch-deutschen Geschichte nach dem neuen Konzept unterzubringen. Als eine weitere Frucht der Bemühungen können, von Mitgliedern der AG verfasst, die Herausgabe eines neuen gymnasialen Schulbuches mit dem neuen Ansatz bei Klett sowie ein Heft in der Reihe „Praxis Geschichte" angesehen werden. Im Umkreis dieser Initiativen konnte, dankenswerter Weise ebenfalls von der Robert Bosch-Stiftung gesponsert, ein Begegnungsseminar von einer Woche Dauer (26.9. bis 2.10.2004) von Lehrern aus den alten und den neuen Bundesländern in Rostock realisiert werden, bei dem das neue deutsch-deutsche Konzept ebenfalls vorgestellt wurde.

 



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